News 30.01.2010

Prüfungsstress und Wetterchaos

Hoi en veele groetjes uit  Nederlands
(viele Grüße aus den Niederlanden),

ich wünsche erstmal alles Lesern noch ein frohes neuer Jahr !!! Viel Glück, Erfolg, Gesundheit und das viele eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Die letzten Wochen Uni vor den Weihnachtsferien waren ziemlich stressig. Wir hatten tentamen (Prüfungen) und mussten auch die Pfrüfungen, die wir nicht bestanden haben, schon nachschreiben. Irgendwie haben die meisten von uns die Pfüfungswoche nicht ernst genug genommen. Die Zeit verging hier so von Tag zu Tag und auf einmal hatten wir noch 10 Tage zum Lernen. Aber ich habe auch einige bestanden. Wir versuchten es mit einem Mastern-Plan und ich schrieb das erste Mal in meinem Leben einen Lernplan. Damit saßen wir dann also Tag und Nacht hier und versuchten die ganzen Sachen zu lernen. Manche Fächer haben wir auf die Kappe bekommen, aber bei anderen wussten wir noch nicht einmal, wo wir anfangen sollten. Man kann an den Prüfungen nichts ändern. Also mussten wir in den saueren Apfel beißen. Aber in Marketing hingen wir zum Beispiel mit Lesen so sehr zurück, das sich unser Lernen mit nur noch auf Auswendinglernen der Merkeuzevraagen beschränkte. Aber das half auch nicht mehr. In Marketing bin ich in Nummer Runde zwei.

Ich könnte aber behaupten das ich daraus gelernt habe. Und ab dann waren wir jeden Tag beschäftigt. Unterricht vorbereiten, nachbereiten und es ist ja nicht so, dass der Uni nicht noch andere lustige Beschäftigungen für uns einfallen. In Projectmanagement mussen wir keine Klausur schreiben sondern eine Endaufgabe abgeben. Und das war viel. Wir mussten ein "Plan van Aanpak" schreiben. Das ist ein Plan, der eine komplette Planung und Oranisation von einem Project beinhaltet. Als sogenannte "Pferdemädchen" mussten wir einen Wanderritt von der Uni Emmen zur Uni Leeuwarden organisieren. Am Anfang denkt man: Ja, das ist eine coole Aufgabe. Aber spätestens, wenn mal das erste Mal auf eine Karte schaut, wird einem deutlich, wieviel Zeit das beanspruchen wird. Das sind hundert Kilometer von a nach b. Viel Schreibarbeit bedeutete das auch. Und damit war die nächste Beschäftigung geschaffen.

In den nächsten zwei Wochen müssen wir für das Fach Cross-Cultur-Management noch ein Project organisieren. In der Uni-Kantine sollen wir eine Börse organisieren, bei der darum geht, Reisen zu verkaufen. Die Aufgabe ist auch nicht ganz leicht. Vorallem beanspruchen sie immer viel Zeit.
Auf der anderen Seite gab es auch einen schönen Lichblick. Das Zwetser (unser einziger, nicht besonders großer Club hier in Emmen) organisierte einen Gala-Abend. Aber zwei Tage vorher fing es an zu schneien. Und das in den Niederlanden. Damit waren nicht nur wir überfordert, sondern auch die Niederländer. Winterdienst ist hier irgendwie nicht aktiv. Straßen und auch alles andere war völlig zugeschneit. Hier gab es weiße Weihnachten. Für den Gala Abend war das natürlich super schön. Die Mädels waren alle in der Stadt auf der Suche nach den schönsten Kleidern und suchten sich alles für den Abend raus, und auch die Jungs fanden langsam Spaß an dem Gedanken sich schick zu machen.

Das beste kam aber noch. Nach der Feier war die Uni ist wegen zu viel Schnee geschlossen, und so konnten wir alle noch ein paar Tage hier zusammen chillen, bevor wir alle nach Hause fuhren. Ich glaube, die Weihnachtsferien haben alle genossen, aber wir haben uns auch noch sehr vermisst. Fast jeden Tag habe ich mit jemanden vom Campus telefoniert und zwei Freunde habe ich auch zwischendurch noch gesehen. Und an Silvester ging es wieder zurück nach Holland. Die Sehnsucht war zu groß, ich wollte wieder zurück. Fast jeder war auch früher wieder da, als geplant. Am Silvesterabend waren bestimmt schon wieder 25 Leute auf dem Campus. Abends haben alle zusammen gekocht, getrunken und ein paar Spiele gespielt. Kurz vor 12 packten wir uns warm ein, denn hier herrscht immer noch Wetterchaos und hier ist es seit Wochen nicht mehr über null Grad geworden. Und dann trudelten hier langsam alle Campusbewohner wieder ein. Und das taten sie aber wirklich sehr langsam. Die Autobahn war nicht geräumt. Auf den Landstraßen musste man auf Nebel achten. Jeder wahr heilfroh, als er hier gut angekommen war. Als die Woche dann losging, war der Stress wieder groß. In den Ferien war viel in Vergessenheit geraten und auch die Gruppen mussten sich erstmal wieder organisieren. Und jetzt habe ich noch 10 Tage bis zu den Tentamen. Schluss mit gemütlichem Beisammensitzen, jetzt muss viel getan werden. Jeden und den ganzen Tag. Wir geben unser Bestes.

Im ersten Jahr müssen alle Studenten 40 ECTS Punke erreichen und wer das nicht schafft, fliegt aus dem Studiegang raus. Deswegen darf auch nie vergessen werden, das wir eine Mindestpunkzahl von 40 ECTS Punkten am Ende des Jahres haben müssen. Alles muss gleichzeitig organisiert werden, Hausaufgaben, Lernen für die Klausuren, Projekte und Gruppenarbeiten und nebenbei noch 1000 Kleinigkeiten, wie zum Beispiel seinen eigen Haushalt. Auch pferde-techninsch hat sich was getan. Ich will noch nicht zuviel verraten. Ich hoffe so, dass er klappt. Dann könnte sich viel verändern. Die Aufregung ist groß.

Dann drückt mir mal ganz fest die Daumen für die Klausuren. Ich werde jetzt noch was für die Uni tun.

Viel Grüße aus Nl
Sophie  

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