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Das Hobby zum Beruf machen?

Reitlehrer, Bereiter, Pferde-Tierarzt, Richter, Pferdepysiotherapeut, Pferdepfleger, Hufschmied ...
Es gibt zahllose Berufe rund ums Pferd. Der Traum vieler Reiter. Doch die meisten dieser Berufe sind hart und haben keine festen Arbeitszeiten. Bleibt da noch Zeit für das eigene Pferd? Oder andere Interessen?

Was halten Sie davon das Hobby zum Beruf zu machen? Kann der Pferdesport noch Freizeit und Erholung sein, wenn davon bereits der Alltag bestimmt wird?

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28.07.2010
Kommentar von alina schaab
ich glaube wenn die arbeit mit dem pferd wirklich berufung ist und mann gewisse fähigkeite mitbringt ist es richtig es zum beruf zu machen schließlich werden die berufe die mit leidenschaft mit liebe ausgefürt werden meist besser ausgefürt für mich persönlich wäre das jedoch nichts bei mir würde "übersättigung" drohen ich liebe pferde aber ich muss einfach auch ander dinge ausleben ich bin sicher es kommt auf den einzelnen an manche menschen können das nur mutter nur geschäftsfrau nur pferde andere wie ich brauchen abwegslung um nicht des einen überdrüssig zu werden
18.07.2010
Kommentar von Corinna Scholz
1988 machte ich die Bereiterprüfung und zog fortan durch die Ställe. Jedes Mal wurde ich mit Kußhand eingestellt, wenn ich sagte, daß ich den Pferden die Zeit lassen wolle, die sie brauchen und daß ich nicht auf Stechen und Ziehen stehe. Immer war ich beliebt bei Reitschülern und ängstlichen oder schwierigen Pferden. Trotzdem - jedes Mal kam nach wenigen Wochen "nun faß den mal langsam an, der muß in 4 Wochen L... M... wat weiß ich laufen". Ich kehrte nach wenigen Jahren resigniert in meinen zuerst erlernten kaufmännischen Beruf zurück.
Seit einigen Jahren mische ich nun einen 20-Stunden-Job mit der Selbständigkeit in der Reiterei und kann endlich so ausbilden und unterrichten, wie ich es mir immer gewünscht habe - mit permanent ansteigender Kundenzahl, die diese "etwas andere" Art zu schätzen wissen. Ich bin nicht mehr abhängig von Kunden oder Chefs (zumindest nicht in der Reiterei) und möchte das auch nie wieder sein.
Auf die Härte dieses Berufs war ich sehr gut vorbereitet, da sich mein Leben schon ab der Kindheit im Prinzip im Stall abspielte. Sonn- und Feiertage gab es für mich schon vor der Lehre nicht unbedingt, zudem war ich noch vor Lehrbeginn reiterlich auf gutem L-Niveau in den Disziplinen Dressur, Springen und Military und hatte das zweifelhafte Glück, in einem Ausbildungsstall zu landen, in dem Pferde auf S-Niveau (Dressur und Springen) von den Lehrlingen geritten werden durften. Zweifelhaft aufgrund eines cholerischen Chefs, vor dem ich Angst hatte - so lernte ich hier allerdings sehr gründlich, wie ich es NICHT machen wollte. Wenige Ställe bieten so gute Möglichkeiten, wenige Lehrlinge gehen mit so wenig Illusionen und so umfangreichen Vorkenntnissen in die Ausbildung - und scheitern dann kläglich oder geben auf.
Fazit - ich habe die Lehre nicht bereut und stehe hinter dem, was danach passierte - zu resignieren und dann auf selbständiger Basis meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Aber dieser Weg wird nicht jedem liegen, zumal die eigenen Pferde immer - IMMER - zu kurz kommen. Meine tragen es mit Fassung... :-)
16.07.2010
Kommentar von Nicola
Für mich kam es nicht in Frage mein Hobby zum Beruf zu machen. Natürlich als Kind habe ich davon geträumt. Allerdings empfand und empfinde ich es als wichtig einen Ausgleich zum Beruf zu haben und was bleibt wenn das Hobby als solcher belastet ist! Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung in einem anderen Bereich zu arbeiten!
16.07.2010
Kommentar von Kathrin
Also ich habe im Winter drei Wochen land ein Praktikum im Stall gemacht und danach hatte ich dann auch keine lust oder Zeit mehr zum reiten ,weil man danach so kaputt war. Man sollte auch wissen ,dass man JEDEN Tag sehr früh aufstehen muss und ich habe mir in diesen 3 Wochen meinen Rücken total zerschunden und ich bin noch nichtmal volljährig, also ich würde es lassen außer man macht arbeiten wie z.B.: Sattler da hat man auch ab und zu was mit den Pferden zutun ,aber dann hat man auch wieder seine Ruhe davor und denkt dran die meiste Zeit verbringt ihr als Stallbursche eh nicht beim Pferd sondern beim Pferdemist ;)
13.07.2010
Kommentar von Sophie
Ich habe den Fehler gemacht, meine Liebe zu Pferden zum Beruf machen zu wollen. Leider bin ich auf einem Hof gelandet, der mir den Traum vom Pferd zerstört hat. Am Anfang hat die Arbeit Spaß gemacht und alle waren wahnsinnig freundlich. Nach zwei Monaten habe ich jedoch die wahren Gesichter kennen gelernt. Alles hat sich immer mehr in Sklavenarbeit verwandelt. Tausende unbezahlte Überstunden. Man wurde nur angeschrien und hat sich am Ende gar nicht mehr getraut wegen irgend was zu fragen oder in einen Stall zu gehen, wo gerade jemand von den "Bestimmern" war. Dazu kam noch der schlechte Umgang mit den Pferden. Ich arbeite mit Natural Horsemanship und bin in dieser Hinsicht auch sehr enttäuscht wurden. Mir wurde eingeredet, dass meine Ansichten alle quatsch wären und dass man ein Pferd "richtig rann nehmen" muss. Das Resultat waren dann verängstigte Tiere. Ich bin froh, dass ich die Sache hinter mir habe und die Pferde wieder mein Hobby sind.
13.07.2010
Kommentar von Verena
Ich sehe das auch so wie die Redaktion. Solange man nicht die ganze Zeit mit Pferden zu tun hat (Tierarzt -NICHT- Pferde-Tierarzt!!, Richter, usw...)finde ich das total okay.
Aber sonst würde ich das Hobby nicht zum Beruf machen. Ich habe mal 2 Wochen ein Praktikum im Tierheim gemacht und hatte danach keine Lust mehr, meine 4 Hunde und meine 2 Isis zu versorgen bzw zu reiten.
Das war meine Meinung ;)
09.07.2010
Kommentar von Mein Pferd Redaktion
Wir als Redaktionsteam von "Mein Pferd" haben in gewisser Weise auch unsere Leidenschaft und unser Hobby zum Beruf gemacht. Und trotzdem, dass wir den ganzen Tag über Pferde recherchieren, schreiben und diskutieren, fahren wir abends oder auch morgens gerne zu unseren Pferden. So oft gibt es neue Dinge, die wir ausprobieren wollen und Menschen und Experten, die uns inspriert haben. Das nehmen wir gerne mit nach Hause zu unseren eigenen Vierbeinern. Von Pferden bekommt unsere Redaktion jedenfalls nie genug!
09.07.2010
Kommentar von Kairi-Sora
Ich stand damals kurz vor der Entscheidung die Pferde zu meinem Beruf zu machen, wollte Pferdewirtin werden. Kurz davor begann in unserem damaligen Stall ein Mädchen in meinem Alter mit eben jener Ausbildung. Ihr verging der Spaß so schnell, dass ich von vornherein verzichtet habe. Für ihr eigenes Pferd blieb keine Zeit mehr, es wurde nur abgehandelt wie die anderen und sie wurde unglücklich. Ich bleibe lieber meinem Dicken treu. Und zwar ihm allein. So kann die Zeit mit ihm wirklich in vollen Zügen genießen, abseits der Arbeit.
07.07.2010
Kommentar von Lisa
Also ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, das umzusetzten und es gleichzeitig zu genießen. Denn eigentlich haben wir teils auch dieses Hobby gewählt, weil es schön ist, nach dem Beruf zu seinem geliebten Tier zu gehen und einfach mal runterzufahren, zu entspannen. Deshalb können wir es auch genießen. Wenn es dann aber zum Beruf wird, ist da kaum noch Zeit für ein anderes Hobby, da man dabei mit der Zeit einfach nicht entspannen kann.
06.07.2010
Kommentar von Janina Schmuck
Dann werde ich mal als Erste mitdiskutieren:
Heutzutage erfordert doch fast jeder Job vollen Einsatz und feste Arbeitszeiten sind auch nicht so üblich. Warum also nicht noch mehr Zeit mit den geliebten Pferden verbringen?
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